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Wappen Rheno Merovingia

Katholischer Studentenverein Rheno-Merovingia zu Bochum im KV.

Geschichte
Geschichte
1900
1904
1905
1914
1918
1919
1924
1934
1950
1954
1955
1964
1976
1994
2004
Merovingia und Staufia, ursprünglich zwei Straßburger Studentenvereine, wurden aus den Reihen der Mutterverbindung Frankonia-Straßburg heraus gegründet, deren Aktivitas drohte, über ein für studentisches Zusammenleben dienliches Maß (ca. 90 Mann) hinauszuwachsen. 17 Burschen der Mutterverbindung stellten die ersten Mitglieder, Gründungssenior der Merovingia wurde Joseph Fasbender. Das Gründungsdatum der Merovingia-Straßburg ist der 20. Oktober 1904.
Merovingia wurde auf der 38. Generalversammlung 1905 in Freiburg in den Kartellverband (KV) aufgenommen. Die Publikationsfeier Merovingiae fand am 13. Januar 1905 statt. Bereits in den ersten Jahren muß sich wohl gezeigt haben, daß die beiden Tochterverbindungen den reichsdeutsch-elsässischen Konflikt widerspiegelten, dabei stand Merovingia wahrscheinlich eher für die elsässische Seite. Wenn man sich die Herkunft unserer Bundesbrüder besieht, haben wir an diesem "Grundsatz der Internationalität" festgehalten.
Kneipe 'Au Pigeon'
Gründungskneipe "Au Pigeon" ("Zur dicken Marie") in Strassburg
Merovingia war von 1904-1918 in Straßburg ansässig, die Kneipe "Zur dicken Marie" in der Küfergasse (heute "Au pigeon", Rue de Tonneliers 23) war Konstante aller drei KV-Verbindungen.
Infolge der Angliederung des Elsasses an Frankreich nach dem Ende des verlorenen Weltkrieges mußte Merovingia Straßburg verlassen. Die Legende besagt, daß damals der letzte Merovinge beim Heranrücken der Front die grün-rot-grüne Fahne schwimmend über den Rhein rettete. Die Mutterverbindung Frankonia siedelte nach Frankfurt um, Staufia war bereits 1914 dorthin umgezogen. Die unabhängig von den Vorhandenen gegründete vierte KV-Korporation in Straßburg, Rheno-Frankonia, ist mittlerweile als KStV Rheinpfalz in Köln ansässig.
Am 2. Oktober 1919 wurde der K.St.V. Rheinland in Düsseldorf gegründet, Merovingia-Straßburg und der K.St.V. Rheinland fusionierten am 31. Juli 1921. Von 1921-1924 befand sich unsere Korporation, nun Merovingia-Rheinland genannt, an der Hochschule für kommunale Verwaltung sowie den Akademien für Kunst und prakt. Medizin in Düsseldorf. Die Publikation dort fand wohl wegen der Revolution 1918/19 und den darauf folgenden Unruhen erst 1921 statt. Nachdem die Hochschule in Düsseldorf aus finanziellen Gründen geschlossen wurde, erfolgte die Umsiedlung nach Würzburg.
1924-1934, die Jahre der Würzburger Zeit: Die Publikationsfeier fand am 22. November 1924 statt. Senior war Theo Hoberg, als Fuxmajor fungierte Jürgen Kersting und das Amt des Conseniors bekleidete Fritz Dettmar. Das Leben in Würzburg gestaltete sich nicht einfach: Zu groß war die Konkurrenz der zahlreichen KV-Verbindungen vor Ort, als daß die junge Verbindung hier hätte gedeihen können. Ein Obdach fanden die Merovinger damals als ständige Gäste auf dem Haus e.s.v. KStV Walhalla. Dazu der Druck aus dem politischen Bereich: Es sind die Jahre, in denen der Nationalsozialismus an Boden gewinnt und schließlich gar zur Macht gelangt.
Publikation Würzburg 1924
Publikation Würzburg 1924
Das Naziregime duldet keine Kritik, Gleichschaltung an den Universitäten: Nachdem für einige Monate alle Merovingen bei der Wallhalla Schutz gesucht und deshalb dort Mitglied geworden waren, erfolgte 1934 die Suspension der Merovingia; am 20. November 1935 die Selbstauflösung des KV. Die Altherrenvereine und Ortszirkel des KV wurden am 20. Juli 1938 als staatsfeindlich erklärt. Sie werden verboten, das Vermögen wird beschlagnahmt.
Die Neuzeit der Merovingia-Rheinland beginnt mit der Wiederbegründung des Altherrenvereins in Wiesbaden am 23./24. Oktober 1954. Hier trafen sich die BbBb Hector, Hoffmann, Frohn, Hufnagel, Dettmar, Felis, Henrichs, Gonschior und Dörr.
Foto Wiederbegründung
Wiederbegründung 1954
Foto Karl-Johannes Scheuring
Karl-Johannes Scheuring
Untrennbar ist die Geschichte des Vereins mit dem Namen Karl Johannes Scheuring verknüpft. Er war im Jahre 1904 Gründungsbursche, 1929 zum 25. Stiftungsfest als einer der wenigen Überlebenden des Krieges erschienen und es ist ihm maßgeblich zu verdanken, daß der Gedanke, Merovingia wieder aufleben zu lassen, in den 50er Jahren realisiert wurde.
1955-1965 Rheno-Merovingia in Köln: Am 15. Februar 1955 erfolgte die Wiederbegründung der Aktivitas von Merovingia-Rheinland durch den K.St.V. Suevia-Köln. Das Präsidium stellten Gerd Kremer (X), Hermann-Josef Roggendorf (VX), Hermann-Josef Völker (FM), Rolf Arens (XX) und Josef van Treeck (XXX). Die Publikationsfeier fand am 14./15. Mai 1955 statt. Wegen einer Beschwerde der Turnerschaft "Merovingia" im CC, kam es am 12. Juni 1956 zur Umbenennung unserer Korporation in Rheno-Merovingia.
Foto Dr. Gerhard Zimmer
Dr. Gerhard Zimmer
Trotz gewichtiger Gegenstimmen faßte man am 25. Oktober 1964 auf dem CC den Beschluß, Rheno-Merovingia nach Bochum umzusiedeln. In der Hoffnung, als einzige KV-Verbindung vor Ort schnell Fuß zu fassen, ging man nach Bochum, der Heimatstadt vieler Aktiver. Besondere Helfer beim Wechsel nach Bochum fanden die Rheno-Merovingen in den AHAH Heinz-August Zimmermann, Ludwig Mauer und Gerhard Zimmer.
Wie recht man mit dieser Idee hatte, zeigt sich schon bei der Begrüßung in Bochum auf der Publikationsfeier am 13.11.1965 vor 500 KVern.
1976 wurde der Altherrenverein von Rheinland Bonn aufgenommen. Der bereits am 26. September 1889 gegründete Ortszirkel VaKV Bochum stellt mit seinen Aktivitäten eine weitere große Stütze für das Leben der Korporation dar. Seit der Umsiedelung nach Bochum sind die Stiftungsfeste und die von der Rheno-Merovingia durchgeführten Verbandsveranstaltungen eine feste Größe im KV geworden. Dies ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Aktivitas, die sich immer wieder als sehr reisefreudig erweist.
Im Sommer 2004 feierte Rheno-Merovingia ihr 100. Stiftungsfest zusammen mit Korporationen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Foto 100. Stiftungsfest
Festkommers anläßlich des 100. Stiftungsfestes
Seit September 1994 ist die Rheno-Merovingia endlich im Besitz eines eigenen Hauses, unserer Ansicht nach eine Keimzelle für viele weitere studentische Aktivitäten. So blickt die Aktivitas mit viel Mut und Enthusiasmus in die Zukunft und will der Dinge nicht harren, sondern sie gestalten.
Foto Verbindungshaus
Unser Verbindungs-Haus im Herzen Bochums: Auf dem Alten Kamp 43