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Wappen Rheno Merovingia

Katholischer Studentenverein Rheno-Merovingia zu Bochum im KV.

Lexikon
Lexikon
Hier werden verbindungsstudentische Begriffe erklärt.

  • Aktiver
    Aktive sind Mitglieder einer Studentenverbindung, die sich noch im Studium befinden.

  • Alter Herr
    Nachdem ein Aktiver sein Studium beendet hat, beantragt er auf dem Cumulativ Convent (Jahreshauptversammlung) die Aufnahme in den Altherrenverein. Wenn dem Antrag stattgegeben wird, erfolgt die Aufnahme.

  • Altherrenverein
    Der Altherrenverein stellt zahlenmäßig den größten Block einer Verbindung dar und kümmert sich um alle Angelegenheiten, die nicht direkt die Aktivitas betreffen. Des Weiteren unterstützt er diese finanziell. Da eine Verbindung das Lebensbundprinzip pflegt, gibt es keine Veranstaltungen, die nur einer Gruppe vorbehalten sind. Jedes Mitglied ist jederzeit auf allen Veranstaltungen willkommen.

  • Biermimik
    Eine Biermimik ist ein im Inoffiz einer Kneipe vorgetragener lustiger Text, ein Sketch, ein Witz oder eine andersartige, zum Vergnügen der Kneipgäste vorgetragene, Darbietung. Im Inoffiz findet ein bierernster Wettstreit zwischen den beiden Zapfen (Tischreihen) der Kneipcorona statt. Abwechselnd tragen Anwesende beider Tische Biermimiken vor. Am Ende des Inoffizes teilt der Präside der Corona den Gewinner mit.

  • Biervater (Leibvater)
    Den Biervater sucht sich ein neues Mitglied (Fux) aus den Reihen der Vollmitglieder (Bursche) aus. Wenn der gewünschte Bursche zustimmt, nimmt er ab diesem Zeitpunkt den Fux in seine Obhut. Er ist der erste Ansprechpartner bei Fragen und Problemen und sollte immer ein Auge auf seinen "Biersohn" (Leibsohn) haben, solange dieser sich in Gesellschaft fremder Korporationsstudenten aufhält, da es sonst aufgrund von mangelnder Kenntnis schnell zu Unstimmigkeiten kommen kann.

  • Bursche
    Nachdem ein Fux seine Fuxenzeit beendet, seine Burschenprüfung erfolgreich abgelegt hat, wird er vom Konvent zum Burschen ernannt. Damit gehört er dem Lebensbund an und ist ein Vollmitglied der Verbindung.

  • Burschenprüfung
    Die Burschenprüfung stellt das Ende der "Probezeit" (Fuxenzeit) eines neuen Mitgliedes dar. Es handelt sich hierbei um eine Prüfung, in der Kenntnisse der Verbindungsgeschichte, des Comments, der Geschichte der Stadt, allgemeine Kenntnisse zu Verbindungen, Allgemeinwissen u.ä. abgefragt werden. Des Weiteren findet nach dem konkreten Frageteil ein Gespräch zwischen dem Prüfling und den Prüfern (i.d.R. aktive Burschen) statt. Ziel dieses Gespräches ist es, die Einstellung des Fuxen zur Verbindung, seine Ideen für die Zukunft und auch seine geplante Mitwirkung im Verbindungsleben in Erfahrung zu bringen. Nach dem Ende der Burschenprüfung kann dem Prüfling allerdings nicht wie in einer normalen Prüfung das Ergebnis mitgeteilt werden, sondern es wird normalerweise auf dem nächsten Burschenkonvent ein Antrag auf Burschung des Prüflings gestellt. Das Ergebnis der Burschenprüfung wird von den Prüfern vorgetragen und es findet eine Abstimmung statt.

  • Chargia
    Die Chargia einer Verbindung bezeichnet den derzeitigen Aktivenvorstand. Die Mitglieder übernehmen eine 'Charge' und sind jeweils für einen Bereich der Verbindungsleitung verantwortlich. Allen voran der Senior als Leiter und Planer eines Semesters.

  • Colloquium
    Das Colloquium bezeichnet eine vom Präsiden der Veranstaltung mit den Worte "Silentium ex, Colloquium" angekündigte Unterbrechung des Redeverbots. Es ist üblich, dass auf den Veranstaltungen "Kneipe" und "Kommers" während des normalen Ablauf nicht geredet werden darf. Dies gelingt nicht immer vollständig, aber es wird ein niedriger Geräuschpegel innerhalb des Publikums (Corona) erreicht, was für einen ordentlichen Ablauf einer Veranstaltung unerlässlich ist. Während eines Colloquiums jedoch ist das Reden erlaubt und erwünscht. Beendet wird es mit den Worten "Colloquium ex, Silentium".

  • Comment
    Der Comment bedeutet allgemein, die Regeln studentischen Lebens. Dies beinhaltet auch Umgangsformen, Verhalten auf Kneipen und Kommersen, Ausführung von studentischen Handlungen, etc.

  • Fux
    Nach dem Eintritt in eine Verbindung beginnt das eine einjährige "Probezeit", in der sowohl das neue Mitglied, als auch der Rest der Mitglieder herausfinden können, ob sie zueinander passen.

  • Inoffiz
    Im Inoffiz einer Kneipe übernimmt der vom Präsiden des Offizes ernannte Präside des Inoffizes zusammen mit 2 Contrarien (Leiter eines Zapfens) die Leitung über die Kneipe. Im Inoffiz ist normalerweise das Rauchen erlaubt und es ist ebenfalls erlaubt, bei Bedarf auszutreten. Des Weiteren werden Biermimiken vorgetragen.

  • Kneipe
    Bei einer "Kneipe" handelt sich um ein eine traditionelle Art von Feier, die nach bestimmten Regeln (Kneip-Comment) und in bestimmten Formen abgehalten wird. Das Präsidium unter Vorsitz des Präsiden besteht gewöhnlich aus 3 Mitgliedern der ausrichtenden Verbindung und leitet die Kneipe im ersten Teil der Kneipe. Die Kneipe gliedert sich zeitlich in Offiz und Inoffiz. In das am Anfang der Kneipe stehende Offiz fallen die Aufnahme von neuen Mitgliedern, Philistrierungen usw. Darüber hinaus kommt meist der Senior zu Wort, es werden Gäste begrüßt, Grußworte gehalten und Lieder gesungen. Dazwischen steht in der Regel ein Colloquium (s.u.). Nachdem das Offiz gefallen ist, steht das Inoffiz z.B. mit Zipfeltausch und Biermimiken. Im Anschluß daran folgt die Fidulität; das ungezwungene Beisammensein im Anschluss an die Kneipe.

  • Kommers
    Der Festkommers ist der Höhepunkt eines Semesters. Es handelt sich hierbei wie bei einer Kneipe um eine durch ein "Präsidium" geführte Veranstaltung, die ebenfalls nach einem Comment gefeiert wird, die sich aber aufgrund des fehlenden inoffiziellen Teils, einer Festrede, evtl. Grußworte und generell einer etwas anderen Liedauswahl doch deutlich von einer Kneipe unterscheidet und "festlicher" ausgelegt ist. Die Rheno-Merovingia feiert einmal im Jahr einen Festkommers am Ende des Sommersemesters anlässlich des Stiftungsfestes (Geburtstag).

  • Konvent
    Der Konvent bezeichnet eine einmal im Monat stattfindende Zusammenkunft der aktiven Bundesbrüder, bei der vergangene Veranstaltungen rekapituliert, kommende geplant und sonstige noch anstehende Dinge besprochen werden. Weiterhin stellt der Konvent die Möglichkeit dar, sich mit den anderen Aktiven auszutauschen und ggf. Unstimmigkeiten zu klären.
    Es wird zwischen folgenden Konventen unterschieden, die aber z.T. zusammen abgehalten werden:
    1. AC (Allgemeiner Convent): siehe oben
    2. BC (Burschenconvent) : Wird meist während eines ACs einberufen. Nur Burschen haben Berechtigung diesem beizuwohnen
    3. WC (Wahlconvent) : In diesem Teil des Konvents werden Chargen (Ämter) für das folgende Semester gewählt.
    4. DC (Dechargierungsconvent) : Hier werden Ämter dechargiert (entlastet), wenn der Konvent ihre Arbeit als ordentlich erledigt betrachtet.
    5. CC (Cumulativconvent) : Einmal im Jahr stattfindender Konvent aller Verbindungsmitglieder. Vergleichbar mit einer Jahreshauptversammlung.

  • Lebensbundprinzip
    Das Lebensbundprinzip ist das Herzstück des Verbindungsgedankens. Mit der Aufnahme als Bursche in die Verbindung, bekennt man sich zu diesem Prinzip. Obwohl es einen namentlichen Unterschied zwischen Aktiven und Alten Herren gibt, so stellt dieser keinesfalls eine Abgrenzung untereinander dar. Im Gegenteil kommunizieren, interagieren und helfen sich beide Seiten fortwährend. Gerade dieser Austausch auch über Generationen hinweg, bereichert nicht nur Veranstaltungen, sondern das ganze Leben.

  • Philistrierung
    Wenn ein Aktiver nach dem Ende seines Studiums auf dem Cumulativ-Convent in den Altherrenverein aufgenommen wird, wird er damit "philistriert".

  • Senior
    Der Senior vertritt die Verbindung nach außen hin. Er wird vom Convent für 1 Semester gewählt und erhält die Leitung über diesen. Er ist für die Planung des Semesterprogramms und für die meisten organisatorischen Entscheidungen zuständig.

  • Zipfel (Bier-, Wein-, Sekt-, Schnapszipfel), Zipfelbund
    Bei einem 'Zipfel' handelt es sich um einen Anhänger aus Stoff mit Enden aus Silber (seltener Gold o.ä.), die unter Verbindungsstudenten getauscht werden und Widmungen, Gravuren oder andere Texte enthalten, die meist den Grund für den Zipfeltausch thematisieren. Beide Tauschpartner widmen dem jeweils anderen einen Zipfel (z.B.: Albert seinem lieben Freund Holger; Moselfahrt 2004). Üblicherweise besteht das Stoffband aus den Farben der Verbindung des jeweils anderen. Anlass zu einem Zipfeltausch können diverse Anlässe sein. Ein besonderes Erlebnis, langjährige Freundschaft, gemeinsame Interessen, etc. Das Tauschen von Zipfeln ist in der Rheno-Merovingia nur den Burschen erlaubt. Getauscht werden kann mit jeder Verbindungsstudentin oder jedem Verbindungsstudenten. Wird allerdings mit einem Mitglied eines anderen Dachverbandes getauscht, so muß das Herausgeben der eigenen Verbindungsfarben vom Convent gebilligt werden.
    Es werden 4 Größen von Zipfeln unterschieden (absteigend):
    1. Bierzipfel: Wird einem Burschen nach erfolgreicher Burschenprüfung von seinem Biervater verliehen. Es darf nur ein Bierzipfel getragen werden. Im KV ist dieser komlett schwarz.
    2. Weinzipfel: Der Weinzipfel besitzt die Hälfte der Breite des Bierzipfels und ist die 'Normalgröße' bei einem Zipfeltausch.
    3. Sektzipfel: Den Sektzipfel widmen KVer ihrer Verlobten oder ihrer Frau. Daher kann auch nur ein einziger von ihnen 'getauscht' werden. Die Breite beträgt nochmals die Hälfte der eines Weinzipfels.
    4. Schnapszipfel: Der Schnapszipfel ist ein 'Spaßzipfel', der häufig zusätzlich zu einem bereits getauschten Weinzipfel getauscht wird. Er ist der kleinste der Zipfel und besitzt wiederum die Hälfte des der Breite eines Sektzipfels.